Sessionbericht: edel & electric: Wie gründet man einen Digitalverlag?

Ihr wollt wissen, was in den Sessions passiert ist, die ihr beim eBookCamp 2015 verpasst habt? Oder habt gleich das ganze Camp verpasst? Lest einfach hier nach! Wir veröffentlichen nach und nach die Eindrücke unserer Sessionpaten.

Karla Paul
edel & electric. Oder: Wie gründet man einen Digitalverlag?

Sessionbericht der Session-Patin Julia Jochim

Karla Paul, edel & electric

Karla Paul, edel & electric

Karla Paul, seit Mai 2015 Verlegerin bei edel eBooks, referierte in dieser Session die vergangenen Monate, in denen sie neben der Weiterführung des vorhandenen Labels edel eBooks mit ihrem Team auch ein neues Digitallabel gegründet hat.

Das neue Label edel & electric grenzt sich deutlich vom bereits bestehenden Label „edel eBooks“ ab, wo bunte Unterhaltung geboten wird. Mit 750 lieferbaren Titeln zu günstigen Preisen wird eine breite Zielgruppe angesprochen, das Label konkurriert mit erfolgreichen Digitalverlagen wie z.B. dotbooks oder Lübbe.

„edel & electric“ wiederum verlegt ausgewählte Upmarket-Literatur im etwas höheren Preissegment von 4,99 € aufwärts. Verlegt werden Originalausgaben, die Förderung von Nachwuchsautoren ist ein Anliegen. Inhaltlich steht „edel & electric“ für „wild, politisch, konfliktbereit“, als Mitbewerber nennt Karla Paul z.B. „Heyne Hardcore“.

Das neue Label ist laut Karla Paul nicht nur ein Verlag, sondern ein Projekt, „denn wer weiß, ob Verlage überhaupt bleiben“ – das Projekt soll sich mit dem Markt mitbewegen und mitentwickeln. Das Ziel ist, frei und beweglich zu sein, „edel & wild“ ist das Selbstverständnis des Labels. Im Oktober sind vier Titel erschienen, weitere sollen im Dezember folgen.

Im Anschluss berichteten die einzelnen Mitarbeiter von Karla Pauls Team von ihrer täglichen Arbeit:

Projektmanager Christian Gogic ist verantwortlich für die Abwicklung der von Verlegerin Karla Paul ausgewählten Titel, von Kalkulation und Vertragsausstellung über Systempflege, Organisation von externen Lektoren und Korrektoren bis zu Konvertierung, Qualitätskontrolle und Auslieferung. Die Verwirklichung eines Titels ist laut Christian, wenn nötig, innerhalb von vier Wochen möglich.

Volontärin Mara Giese ist verantwortlich für Online-Marketing und Social Media, betreut die Verlagswebsite und den Verlags-Blog. Da die Website dynamisch sein sollte, entschied sich das Team für einen Blog, denn dieser ist als eigene Plattform im Gegensatz zu einem Facebookauftritt unabhängig und selbst bestimmbar: „In einem Blog kann der Verlag Expertenwissen deutlich machen“. Ziel ist es, zu informieren, einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen und Diskussionen anzustoßen. Es wird auf hohe Teilungs- und Verlinkungsraten gehofft. Eine wichtige Rolle spielt für Mara in diesem Zusammenhang SEO, damit der Blog auch gefunden wird. Ein Blog, so betonte sie, entsteht nicht nebenbei, sondern muss ein Arbeitsgebiet sein, für das Zeit zur Verfügung gestellt wird.

Presse- und Veranstaltungsfrau Laura Sonnefeld beschäftigt sich sowohl mit Marken- als auch mit Produkt-PR. Die Marken-PR spielte bei der Markteinführung eine große Rolle, da das neue Label für Kunden und Branche positioniert werden musste – es sollte bekannt werden als das Label, an das sich diejenigen wenden, die etwas Außergewöhnliches auf der Pfanne haben. Wichtig ist Laura die Verknüpfung von klassischer Pressearbeit und Social Media. Bei den Veranstaltungen müssen laut ihr neue Wege gegangen werden, da die typische „Wasserglaslesung“ mit Autor und Buch und Büchertisch für E-Books nicht sonderlich gut funktioniert. Geplant sind electric nights, ein neues Veranstaltungskonzept, in Kooperation mit ebooks.de.

Vertrieb- und Sales-Managerin Nadja Mortensen betreut alle wichtigen Key-Account-Shops, präsentiert und empfiehlt, und kümmert sich um Features auf den Startseiten, Promotions, Werbekostenzuschuss-Buchungen.


Sessionbericht: Eine gar nicht mal so hypothetische Fallstudie in Disruption

Ihr wollt wissen, was in den Sessions passiert ist, die ihr beim eBookCamp 2015 verpasst habt? Oder habt gleich das ganze Camp verpasst? Lest einfach hier nach! Wir veröffentlichen nach und nach die Eindrücke unserer Sessionpaten.

Jakob Jochmann
eprdctn: the indie book club. Eine gar nicht mal so hypothetische Fallstudie in Disruption

Sessionbericht des Session-Paten Georg Buss

Jakob Jochmann beim eBookCamp 2015

Jakob Jochmann stellt beim eBookCamp seine Session vor.

Die gut besuchte Session begann wie angekündigt mit einem Theorie-Teil, der in die Frage mündete, wie Disruption zu definieren sei. Die kniffelige Abgrenzung von Disruption und Innovation zog sich wie ein roter Faden durch die Session.

  1. Definition

Disruption will erklären, wie ressourcenschwache Unternehmen von unten die großen überholen können. Wie ist es Startups möglich, den nötigen Marktzugang zu bekommen?

Drei Voraussetzungen für gelungene Disruption v.a. von Unternehmen mit geringen Ressourcen:
1. Der Markt ist für Etablierte nicht interessant genug, z.B. wegen geringer Margen. Oder die Verteidigung der Marktposition ist aus diesen Gründen nicht attraktiv. Es können Kunden erreicht werden, die bisher nicht bedient wurden.
2. Das Geschäftsmodell muss neuartig sein und Gewinn abwerfen, ich muss damit Geld verdienen können.
3. Es muss eine neue und gleichzeitig verbesserungsfähige Technologie eingeführt werden, die dem Disruptor gehören muss.

  1. Diskussion

Daran schloss sich eine lebhafte, in den Details kontroverse Diskussion an. Anschaulich wurde der Gegenstand an den konkreten Beispielen.

Ist Car Sharing disruptiv? Ein neues Kundensegment wurde erschlossen – aber auch große Player sind dabei. Kann man dann noch von Disruption sprechen?

Disruption in der Buchbranche: Gibt es überhaupt Beispiele dafür? Ja, die Einführung des Taschenbuchs wäre ein gutes Beispiel (Anm.: Auch hier große Player im Spiel – zumindest im Rahmen der Branche). Einhelligkeit bestand darin, dass das E-Book keine Disruption darstellt, da keine neuen Leser gewonnen werden, sondern vielmehr Substitution zum Taschenbuch stattfindet. Aber Selfpublisher und besonders Gratisliteratur für Browser-Leser (Comics, Fan Fiction, Wattpad) sind relevante Beispiele für Disruption. Diese Angebote werden von den Verlagen nicht aufgenommen. Das Besondere ist zudem, dass hier keine Produkte verkauft werden, sondern eher Prozesse.
Statt Disruptions-Sprüngen ist Sustaining Innovation im Buchhandel häufig, also die Weiterentwicklung von bereits Bewährtem .

Über weitere Beispiele wurde diskutiert: Uber und Tesla. Beide galten unter den Teilnehmern nicht als disruptiv. Was aber dann? Eher Computer-Hardware oder noch viel mehr die Software, die sich enorm schnell entwickelt und enorm schnell arbeitet. Definition von Innovation = hebt Beschränkungen auf. Z.B. Software als Service, die Arbeitszeit ersetzt und billiger ist. Wann beginnt aber die Disruption? Beispiel Readbox: Das Unternehmen entwickelt sich weg vom Auslieferungsservice, hin zum Softwareentwickler. Ist das nun disruptiv oder einfach nur alternativlos?

Diskussion über Open Source: Open Source hat den Vorteil der Verbesserung durch Mitentwickler. Closed Source ist dagegen oft zu statisch. Open Source hilft eigene Ressourcen zu sparen und die eigene, neuartige Idee zu transportieren bzw. zu entwickeln. Disruption wurde noch einmal in anderen Worten definiert, nämlich als Chance, den Vorsprung der großen Player aufzuholen. Dafür wiederum sei Open Source alleine nicht mächtig genug.

Beispiel von Jakob Jochmann: Ein virtueller Bauchladen. Lediglich zwei E-Mail-Adressen sind nötig: von Verkäufer und Käufer. Das Produkt, hier das E-Book „Treasure Island“, konnte ohne Anlage eines Benutzerkontos erworben werden. Der Bezahlvorgang blieb bei der Simulation ausgespart. Das Beispiel sollte veranschaulichen, wie auf Basis einer primitiven Website, hinter der lediglich eine Excel-Tabelle steckt, ein Geschäftsmodell gestartet werden kann und Entwicklergelder eingetrieben werden können. Die Website wurden übrigens mit Open Source Technologie entwickelt. Ist das nun disruptiv? Ja, und zwar wenn neue Kunden, die das Produkt sonst nicht gekauft hätten, gewonnen werden konnten.

Aller Anfang sei einfach, z.B. durch den Versand von Literatur per E-Mail ein neues Geschäft starten. Eine wahrscheinlich immerwährende Frage: Wie kann die Sichtbarkeit für neue Ideen geschaffen werden? Wie findet die Verbreitung statt ohne die großen Spieler? Sind Handelssparten (vgl. Session der „Buchlichter“) eine Lösung? Damit schloss sich der Kreis zum Anfang, wo ja bereits auf die Schwierigkeit des Marktzugangs hingewiesen wurde.

Abschließend wurde konstatiert, dass klare Beispiele für Disruption in der Buchbranche schwer zu finden sind.

Hinweis zur Vertiefung: 30 Minuten Interview mit einem der Autoren der Theorie.

http://a16z.com/2015/10/28/what-disruption-theory-is-and-isnt/

Ruhm, Ehre und jede Menge Karmapunkte: Wir danken Georg Buss sehr herzlich für die Zusammenfassung der Session!


Die Sessions 2015 – Iris Kirberg/Andrea Kock: Mit erfolgreichem Content Marketing neue Leser erreichen

Welche Themen erwarten euch dieses Jahr beim eBookCamp? Sessions und Sessionleiter stellen wir sukzessive hier im Blog vor.

Abiturtrainer suchen, Work & Travel-Handbuch kaufen – mit erfolgreichem Content Marketing neue Leser erreichen

Immer mehr Titel konkurrieren um die Aufmerksamkeit der Leser. Vor allem im Online-Handel wetteifern sie im schier unüberschaubaren Angebot um mehr Sichtbarkeit. Der anhaltende Self-Publishing-Boom verstärkt diesen Trend noch und bietet zu nahezu allen Themen eine große Vielzahl an Büchern. Doch wie kann ein einzelner Titel aus der Masse hervorstechen, um neue Leser zu erreichen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um bei Suchanfragen ganz oben zu erscheinen? Welche Metadaten sind besonders wichtig und wie können diese möglichst effektiv eingesetzt werden? Diese Fragen werden unter dem Schlagwort Discoverability schon länger heiß diskutiert.

Eine effektive Lösung bietet intelligentes Content Marketing, das sich klar an Lesergruppen und deren Bedürfnissen ausrichtet. Statt starrer Warengruppensystematiken stehen zielgruppenspezifische Schlagworte im Vordergrund, die das aktuelle und künftige Interessenfeld der Leser abdecken. Ziel ist es, potenziellen Kunden neue, themenverwandte Titel auch innerhalb der gängigen Shop-Suchanfragen sichtbar zu machen und zu präsentieren: Schüler suchen einen Abiturtrainer und entdecken ein Work & Travel-Handbuch für die Zeit nach dem Schulabschluss für sich.

Wertvolle Erfahrungen zum Content Marketing lassen sich dabei aus dem Self-Publishing gewinnen. Frühzeitig besetzen Self-Publisher Nischen- und Trendthemen und positionieren ihre Titel nachhaltig bei ihren Zielgruppen. Der Workshop zeigt auf, wie im Online-Buchhandel neue Leser mit Hilfe von intelligentem Content Marketing erreicht werden können. Anhand von Erfolgsbeispielen wird der effektive Einsatz von Metadaten präsentiert, individuelle Einsatzmöglichkeiten mit den Teilnehmern gemeinsam erarbeitet und Optimierungspotenziale diskutiert.

Andrea Kock, BoD

Andrea Kock, BoD

Andrea Kock ist seit 2003 bei BoD. Nach Stationen im Layout & Lektorat und in der Betreuung der Key Account-Verlage, verantwortet sie seit 2011 die E-Book-Produktentwicklung. Mit Fokus auf Herstellung und Distribution, ist sie für Standards, Prozesse und Qualitätssicherung zuständig. Seit 2015 ist sie zudem für das Produktmanagement bei BoD verantwortlich. Die Leidenschaft für die digitale Form des Buches begleitet sie seit über 10 Jahren. Als Content Managerin E-Book bei der dibi Medien und Vertriebs GmbH begleitete sie von 2000 bis 2003 die Einführung des ersten Lesegerätes Rocket eBook und des Microsoft Readers in Deutschland.

Iris Kirberg, BoD

Iris Kirberg, BoD

Iris Kirberg verantwortet seit 2014 das Marketing und den Vertrieb für das Autorengeschäft bei BoD. Zuvor war sie verschiedenen Stationen bei G+J Entertainment Media, einer Tochtergesellschaft des Verlagshauses Gruner+Jahr, tätig. Zuletzt war sie als Leiterin Marketing für sämtliche B2C und B2B Marketing- und Vertriebsaktivitäten des Unternehmens sowie alle Maßnahmen in den Vertriebskanälen Direktmarketing, TeleSales und Customer Relationship Management verantwortlich.

Zur Übersicht aller Sessions auf dem eBookCamp 2015 in Hamburg >


eprdctn: the indie book club. Eine gar nicht mal so hypothetische Fallstudie in Disruption

Welche Themen erwarten euch dieses Jahr beim eBookCamp? Sessions und Sessionleiter stellen wir sukzessive hier im Blog vor.

Jakob Jochmann wird seine Session mit einem kurzen Theorieblock zu Digitalisierung und Disruption einleiten. Anschließend wird diskutiert, ob es sich bei E-Books überhaupt um eine disruptive Technologie handelt. Und was sind denn eigentlich disruptive Technologien für die Buchbranche? Gibt es Beispiele für disruptive Innovationen? Jakob Jochmanns Ansatz: Wir brauchen einen neuen Distributionskanal, der dank technischer Innovation billig ist und dadurch neue Käuferschichten gewinnt. Aber – wie muss eine Technologie aussehen, die so ein Modell befähigt? Vier Punkte, mit denen ein alternatives Geschäftsmodell um den Vertrieb von digitalen Inhalten gebaut werden kann, sollen schon genannt werden: Open Source, Barrierefreiheit, Bundles und Lizenzen.

Jakob JochmannStatt weiter Unternehmensberatung und Innovationsmanagement zu machen, hat Jakob Jochmann 2013 einen Laborverlag gegründet. Er will digitale Leseerfahrungen zum Verlieben schaffen! Bei pixelcraftbooks wird das Prinzip Buch radikal auseinander genommen und seine Essenz zum Leben erweckt. Von Computerchips und Software beflügelt, kann so digitalen Leseerfahrungen die Griffigkeit zurückgegeben werden, welche die Bücher so besonders macht.


Wir stellen vor: Unser Sponsor Bastei Lübbe

Wir freuen uns sehr, in diesem Jahr die Bastei Lübbe AG mit ihrem Digitalprogramm Bastei Entertainment als Sponsor mit im Boot zu haben – einen Verlag, dessen Digitalimprints im Geschäftsjahr 2014/2015 beeindruckende 21,1 % des Gesamtumsatzes des Verlags erzielten.

Bastei Lübbe haben wir es auch zu verdanken, dass wir bei der Jubiläumsparty *5 Jahre eBookCamp Hamburg* nicht auf dem Trockenen sitzen, denn der Verlag sponsert an dem Abend köstliche Getränke, u.a. Craftbeer, im nur 1 min vom betahaus entfernten Kulturhaus III&70. Alle Teilnehmer sind herzlich eingeladen, den Abend dort mit uns ausklingen zu lassen.

 

 

 

 

 

 

Drei Fragen an Sarah Mirschinka,Teamleitung Digitaler Vertrieb National Bastei Entertainment seit 2015:

Warum sponsert Bastei Lübbe das eBookCamp?

Die BE-Kollegen freuen sich alle sehr auf den digitalen Austausch mit den unterschiedlichen Teilnehmern. Vernetzung unter den Kollegen der Konkurrenz ist meiner Meinung nach essentiell und kommt in klassischen Verlagen viel zu kurz. Die Digitalisierung voranzutreiben und den eBook-Markt zu gestalten ist ein gemeinsames Projekt. Ein Verlag wie Bastei Lübbe kann Taktgeber in einzelnen Projekten sein, den Markt und den Leser darf man jedoch nie aus den Augen verlieren. Auch nicht die vielen kreativen Ideen in anderen Häusern. Zum einen unterstützen wir durch unseren Sponsoringbeitrag bei Bastei Entertainment  junge Kollegen, genau dies zu tun: nämlich sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Zum anderen feiern mein Team und ich alle sehr gerne und da ist es uns eine große Freude, einen Beitrag zur abendlichen Party leisten zu können – denn was ist schöner, als sich in entspannter Runde mit netten Altbekannten zu unterhalten und neue interessante Gesichter der Branche zu entdecken.

Auf ein tolles 5. Hamburger eBook-Camp und eine fröhliche Jubiläumsparty!

Du hast einen Wunsch frei – was würdest du sofort in bzw. an der Buchbranche ändern?

Buchhändler könnten mit einem größeren Selbstverständnis auch digitale Produkte anbieten, hier geht noch immer zu viel Potenzial verloren. Und mich erstaunt immer wieder sehr das akademische Diskutieren über den digitalen Wandel. Es wird so viel geredet – Pragmatismus und Mut zum Ausprobieren und Gestalten sind das, was wirklich zählt!

Meinst du, die Buchbranche muss sich fundamental ändern, um vor Disruption gefeit zu sein?

Fundamental bestimmt nicht, aber sie sollte doch auf jeden Fall beweglicher und agiler mit neuen Anforderungen des Marktes und der Leser umgehen lernen. Digital und eBook sind nicht böse, sondern in vielerlei Hinsicht eine wichtige Säule für die Zukunft.

_ _ _

Zum Imprint Bastei Entertainment der Bastei Lübbe AG:

logo-basteientertainment

 

 

 

Wer oder was ist Bastei Entertaiment?

Wir sind im traditionellen Verlag die Schnittstelle in die digitale Welt und haben die Aufgabe kreativ, innovativ, vernetzt, rentabel, avantgardistisch und immer am Puls der Zeit zu sein. Wir gelten als einer der führenden Digitalverlage und wollen das auch bleiben.

Wir tun viele Dinge um ersten mal, beziehen dabei die „traditionellen“ Abteilungen des Hauses in die digitale Arbeit mit ein und arbeiten mit branchenfremden Partnern, suchen neue Kooperationen in aller Welt zur Schaffung neuer Produkte und zur Lösung neuer Aufgaben und Fragestellungen.

Alle Teams innerhalb von BE sind wichtig. Jeder darf seine Meinung sagen und Ideen einbringen. Eigeninitiative, Spaß, Engagement und Interesse am digitalen Publizieren sind gefragt. Flache Hierarchien und die Vermeidung von Herrschaftswissen sollen dies befördern.

Wir sehen uns als digitalen Think Tank des Unternehmens  und wollen die Zukunft des Hauses mitgestalten durch neue Projekte, neue Erlösmöglichkeiten schaffen. Dadurch soll die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens – nicht zuletzt durch neu geschaffene Prozesse – gesichert werden.

Wer trägt dazu bei?

Nachfolgend einige BE-Gesichter zum Kennenlernen, die beim diesjährigen eBook-Camp anwesend sein werden:

Sarah Mirschinka © Bastei Lübbe AG

Sarah Mirschinka © Bastei Lübbe AG

Sarah Mirschinka, Teamleitung Digitaler Vertrieb National Bastei Entertainment seit 2015.

„Aus dem Programm das richtige Buch für den jeweiligen Leser zu finden und gemeinsam mit unseren Handelspartnern kreativ Sichtbarkeit für eBooks zu schaffen erfüllt mich mit großer Freude. Bastei Entertainment ermöglicht mir, die Chancen der Digitalisierung optimal auszugestalten und somit den eBook-Markt aktiv zu gestalten. Jeden Tag dreht sich etwas, nichts bleibt, wie es ist – eine großartige Herausforderung, bei der niemals Langeweile aufkommt!“

 

 

 

 

 

Stephan Trinius © Bastei Lübbe AG

Stephan Trinius © Bastei Lübbe AG

Stephan Trinius, Projektmanager Digitales Programm seit 2013, betreut E-Book-Serien und digitale Stand-Alones in den Genres Krimis & Thriller, Science-Fiction & Fantasy, Gay-Romance

„Autoren zu begleiten, wie aus ihren Ideen Geschichten werden – einen schöneren Job kann’s eigentlich nicht geben!“

 

 

 

 

 

 

Magia Oeler © Bastei Lübbe AG

Magia Oeler © Bastei Lübbe AG

Magia Oeler, Digital Sales Managerin bei Bastei Entertainment seit 2014.

„Ich bin seit 1 ½ Jahren bei Bastei Entertainment im digitalen Vertrieb tätig. Dort betreue ich unter anderem das Thema Subscription/Abo- & Flatrate-Modelle im E-Book, sowie die digitale Auslieferung.

Die Vielschichtigkeit meiner Arbeit und der direkte Kontakt zu Agenten und Autoren bereiten mir dabei besondere Freude. Subscription ist für viele noch Neuland, weshalb wir in den meisten Fällen regelrechte Pionierarbeit leisten.“

 

 

 

 

Rena Roßkamp © Bastei Lübbe AG

Rena Roßkamp, Projektmanagerin für Young Adult und Frauenromane im Digitalen Programm bei Bastei Lübbe.

„Ideen entwickeln, Autoren finden, Cover abstimmen und natürlich lesen, lesen, lesen… Es ist sehr spannend mitzuerleben, wie sich Buchprojekte vom ersten Brainstorming bis zur Veröffentlichung entwickeln.”

 

 

 

 

 

Fabian Krott © Bastei Lübbe AG

Fabian Krott © Bastei Lübbe AG

Fabian Krott, Social Media Manager bei Bastei Entertainment seit 2015.

„Als Social Media Manager gestalte ich unterschiedlichste Kanäle. Damit unsere E-Books auch vor und nach dem Lesen im Gespräch bleiben, unterhalte und informiere ich unsere Leser mit kreativen Postings und Gewinnspielen, gebe Einblicke ins digitale Verlagswesen und trete mit Fans und Follower in einen Dialog. Meine Arbeit beginnt mit einer kreativen Idee und endet mit der visuellen Umsetzung und Kampagnenplanung sowie -auswertung.“

 

 

 

 

 

Nils Neumeier Bastei Lübbe AG

Nils Neumeier © Bastei Lübbe AG

Nils Neumeier, Vertriebs- und Produktmanager bei Bastei Entertainment

„Neben den klassischen Übernahmen aus den Printprogrammen der Bastei Lübbe AG betreue ich die Digitalisierung unserer Backlist sowie Weiterverwertungen vorhandener Digitalprodukte. Es ist immer wieder spannend zu erleben, welche „Schätze“ in den Archiven schlummern und für sie zeitgemäße Vermarktungskonzepte zu entwickeln. Auch die enge Zusammenarbeit mit Rechteinhabern und Agenten liegt mir besonders am Herzen.“

 

 

 

 

 

Melanie Adler © Bastei Lübbe AG

Melanie Adler © Bastei Lübbe AG

Melanie Adler, Teamleitung Digitales Marketing Bastei Entertainment seit 2014

„Wir haben vor etwas über einem Jahr eine eigene Abteilung für die weltweite Vermarktung unseres digital first/digital only-Programms gegründet. Es macht sehr viel Spaß, mit einem tollen Team in dem sich ständig weiterentwickelnden digitalen Markt die richtigen Kanäle und Wege zu finden, unsere Leser zu erreichen und zu begeistern. Besonders spannend an meiner Aufgabe finde ich die Kombination aus nationaler und internationaler Vermarktung.“

 

 

 

 

 

Mehr auf der Website von Bastei Lübbe >
Bastei Lübbe bei Twitter >
Bastei Lübbe bei Facebook >


Sparten vs. Vollsortiment: Chancen im Vertrieb von E-Books am Beispiel von Buchlichter.de

Welche Themen erwarten euch dieses Jahr beim eBookCamp? Sessions und Sessionleiter stellen wir sukzessive hier im Blog vor.

Caspar Armster und Anna Karina Birkenstock möchten in ihrer Session einen Überblick darüber geben, wo die Vorteile einer Spartenbuchhandlung im Vergleich zum Vollsortiment liegen. Die Ergebnisse und Erfahrungen werden anschließend auf Onlinecommunitys und deren Shops übertragen. Sie zeigen schon erfolgreiche Modelle und gehen dann am Beispiel von  Buchlichter.de ins Detail.

Es wird unter anderem gezeigt, wie man sich von bisherigen Whitelabelshops abgrenzen kann und welchen Aufwand, nicht nur finanzieller Art, das bedeutet. Außerdem zeigen Caspar Armster und Anna Karina Birkenstock, wie man das Know-how von Buchhändlern ins Internet bekommt und dass gerade hierfür eine freiwillige Beschränkung des Angebots, sprich Sparte, von Vorteil ist. Weiterhin berichten sie von den Vorteilen, die sich ergeben, wenn man die Handlungsweise einer „normalen“ Buchhandlung im Internet nachbildet. Als Beispiel sei hier die viel engere Zusammenarbeit mit Verlagen genannt, um zum Beispiel anhand der Programmplanung der Verlage optimale Contentplatzierung zu planen. Buchlichter.de zeigt auch, wie sich Blogger einbinden lassen und wie man heute mittels niedrigschwelliger Technologien die Angst vor der Umständlichkeit des digitalen Lesens reduzieren kann. Wenn sie dann auch noch auf die JIM-Studie eingehen, wird die Wichtigkeit der Optimierung für mobile Geräte schnell begreifbar.

Caspar ArmsterCaspar Armster ist seit 1995 Fernsehmensch, erst im Design (TV, Web) bei diversen Agenturen in Köln tätig, dann selbstständig und nun als Setdesigner (www.armster.de) für alle Fernsehanstalten in Deutschland tätig. Mit der Buchbranche ist er seit 2011 mit der Gründung des Tilda Marleen Verlags (www.tildamarleen.de) verbunden. Der Verlag entstand aus der Not heraus, dass viele etablierte Verlage keine enhanced E-Books erstellten, es aber Autoren und Illustratoren gab, die das neue Medium doch so gerne einmal bespielen wollten. Mittlerweile berät Caspar Armster diverse Kinderbuchverlage in Bezug auf die digitalen Medien (Bonnier Sommerakademie in München, Lingen Verlag in Köln). Außerdem berät und schult er Illustratoren im Umgang mit E-Books.

Anna Karina Birkenstock_swAnna Karina Birkenstock arbeitet als Autorin und Illustratorin für namhafte deutsche Verlage (u.a. arsEdition, Haba, Esslinger, Coppenrath) und hat bereits über 70 Bücher illustriert, die in mehreren Sprachen erschienen sind. Nach ihrer Ausbildung zur Mediengestalterin für Bild und Ton im Bereich TV-Design studierte sie Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Anna Karina Birkenstock lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in der Nähe von Köln. 2011 gründete sie mit ihrem Mann den Tilda Marleen Verlag für digitale Kinderliteratur.

Mit Lesungen, Workshops und ehrenamtlichem Engagement setzt sie sich dafür ein, dass jedes Kind Zugang zur vielfältigen Welt der Bilder und Bücher erhält. Gerade hat sie zusammen mit Constanze von Kitzing die Initiative Illustratoren für Flüchtlinge (https://www.facebook.com/illustratorenfuerfluechtlinge) ins Leben gerufen.


Die Sessions 2015 – edel & electric oder: Wie gründet man einen Digitalverlag?

Welche Themen erwarten euch dieses Jahr beim eBookCamp? Sessions und Sessionleiter stellen wir sukzessive hier im Blog vor.

Seit Anfang Oktober reckt ein Hirsch stolz sein Geweih in den Literaturhimmel – als Visual des neuen Hamburger Digitalverlags edel & electric. Gemeinsam mit ihrem Team setzt Verlegerin Karla Paul mit Gründung dieses Digitalprojekts neue Impulse. Doch wie sieht es hinter den Kulissen aus? Wie plant man eine Verlagsgründung und was muss dabei beachtet werden? In ihrer Session wird das edel & electric Team von den ersten Wochen berichten und ein erstes Resümee ziehen. Dabei werden die Bereiche Content, Finanzplanung, Vertrieb & Kommunikation besonders beleuchtet: Wie kommt man an geeigneten Content? Wie sieht die Budgetplanung aus? Wie kommuniziert man den Verlagsstart eines eBook-Verlags? Was ist geeignetes Storytelling zum Markenaufbau? Und wie kommen die eigenen Titel dann auch in die Shops? Karla Paul, Christian Gogic, Mara Giese, Nadja Mortensen und Laura Sonnefeld freuen sich auf Fragen und Erfahrungsaustausch zum Arbeitsalltag in Digitalverlagen.

Das Team von edel & electric

Das Team von edel & electric (c) Jekaczi Photo

Über edel & electric:

edel & electric ist eine neue Marke der Edel Germany GmbH. Im Oktober 2015 wird das erste Programm, bestehend aus vier Titeln, veröffentlicht. Der Verlag wird zukünftig ausgewählte literarische Texte unter der Leitung der Digital- und Literaturexpertin Karla Paul publizieren. Das Programm wird innovativ, soll neugierig machen und wird nicht an ein bestimmtes Genre oder Format gebunden sein. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf neuen starken Stimmen, selbstbewussten, polarisierende Texten und innovativen Kooperationen zwischen Digitalwelt und Literatur liegen. edel & electric möchte neue Trends anstoßen und literarische Experimente ermöglichen.

Die Viten der wilden edlen & electrischen gibt es hier.

Zur Übersicht aller Sessions auf dem eBookCamp 2015 in Hamburg >