2012

Das war das zweite eBookCamp 2012

Das zweite Buch ist das schwierigste für einen Autor, heißt es. Und eine zweite Veranstaltung ist wahrscheinlich ein ebenso schwieriges Ding. Dachten wir vor dem eBookCamp. Jetzt, nachdem das eBookCamp 2012 schon wieder Geschichte ist, sind wir immer noch ganz schön euphorisiert, wenn wir an den 3. November zurückdenken. Und wir hoffen, den Teilnehmern geht es auch ein wenig so.

Das eBookCamp-Team: Carsten Schwab, Andrea Schlotfeldt, Ute Nöth, Janina Hein, Felix Wolf

Das eBookCamp-Team: Carsten Schwab, Andrea Schlotfeldt, Ute Nöth, Janina Hein, Felix Wolf

Es gab vielen Leuten zu danken, vorneweg natürlich unseren Sponsoren, dem AKEP und dem Hoffmann und Campe Verlag. Hier findet ihr unsere komplette Dankesliste >>

Schöne Fotos und schöne Grafiken sind entstanden. Die sind hier zu sehen >>

Und auf storify haben wir wieder einen Rückblick in Tweets angelegt >>

Was uns sehr gefreut hat, waren die Rückblicke, die Teilnehmer und Sessionleiter auf ihren Blogs veröffentlicht hatten. Vielen Dank nochmals dafür!

  • Bericht von Charlotte Reimann für die Jungen Verlagsmenschen
  • Beitrag von Johanna Krobitsch auf dem Blog Nachwuchs der Buchbranche
  • Jan Krutischs Bericht auf seinem Blog
  • Beitrag von Silke Hartmann auf dem Vandenblog
  • Oliver Konow berichtet über das eBookCamp auf seinem Blog
  • Ines Balcik hat ebenfalls einen Nachbericht für ihren Blog verfasst
  • Tobias Wißmanns Auswertung der Twitteraktivitäten während des eBookCamps

Unsere Sessions 2012

In diesem Jahr hatten wir auf unseren Call for Papers doppelt so viele Einreichungen, wie wir Sessions anbieten konnten und mussten uns auf neun Themen beschränken. Ganz schön schwer. Zu Beginn des eBookCamps stimmten wir ab, welche Sessions welchen Zuspruch hatten, um diese dann auf die Räume zu verteilemen. Die drei beliebtesten Sessioneinreichungen kamen von Andrea Kock, Sarah Mirschinka und dem Vortragsduo Vedat Demirdöven und Steffen Meier. Hier eine Übersicht der neun Sessions:

Andrea Kock betreut als Teamleiterin den Bereich E-Book bei BoD. Ihre Session hat zum Thema: ePub3 in der Praxis: Erwartungen, Möglichkeiten und Kompatibilitätsgrenzen. Sie nimmt darin einen Abgleich zwischen den – theoretisch vorhandenen – Potentialen des neuen Standards und den tatsächlichen Umsetzungsmöglichkeiten vor: Welche Teile der Spezifikation werden ein Jahr nach Verabschiedung tatsächlich geräteübergreifend unterstützt? Reichen diese aus, um komplexere Layouts umzusetzen, ohne für jeden Vertriebskanal eigene Anpassungen vorzunehmen? Oder geht die Entwicklung ohnehin in Richtung Webcontent?

Barbara Bossert, seit September 2012 Herstellerin im Ueberreuter Verlag und dort für das Bilderbuch und das digitale Publizieren verantwortlich, möchte in ihrer Session Der EPUB-Mixer! oder: Die Granularisierung digitaler Inhalte für eine kundengesteuerte EPUB-Plattform diskutieren, wie sich eine Internetplattform umsetzen ließe, auf der Kunden sich nach ihren Interessen ein individuelles E-Book aus Teilen bestehender E-Books zusammenstellen und automatisch generieren lassen können. Schwerpunkte bilden die strategischen, technisch-funktionalen und rechtlichen Voraussetzungen sowie Chancen und Risiken eines solchen Geschäftsmodells für Verlage. Als Input wird sie die Ergebnisse ihrer Masterarbeit kurz zusammenfassen und zur Diskussion stellen.

Die Session von Ines Balcik und Felix Wolf soll unter dem Titel: Freie Lektorinnen und E-Books – vorsichtige Annäherungsversuche die Frage beantworten, welche Einsatzmöglichkeiten sich für freie Lektorinnen und Lektoren im E-Book-Workflow anbieten. Ein Thema wird dabei die Qualitätssicherung sein: Welche besonderen Eigenschaften des Mediums gilt es zu berücksichtigen, damit E-Books möglichst leserfreundlich werden? Ines Balcik ist freie Lektorin, Fachsprachenexpertin und Autorin. Felix Wolf arbeitet ebenfalls als freier Lektor, als Übersetzer und Redakteur.

Graffiti schreibt man nicht mit der Schreibmaschine und Blogs nicht mit dem Füller. Und warum das so ist, berichtet Carsten Schwab in seiner Session Vom Wesen der Schrift und ihrer ästhetischen Wechselwirkung mit dem Trägermedium. Seines Zeichens ist er Herstellungsleiter bei HOFFMANN UND CAMPE und beschäftigt sich seit Jahren mit XML-Technologien in Belletristikverlagen. Er zeigt, wie stark Schrift an ihr jeweiliges Medium gebunden ist – und gleichwohl nicht ohne Folgen auf Inhalt und Verfasser bleibt. Vor diesem Hintergrund soll diskutiert werden, welche praktischen Auswirkungen sich für das Publizieren von E-Books ergeben. Wie „körperlos“ ist der digitale Text wirklich? Was bedeutet das für die Aufbereitung, Veranschaulichung und nicht zuletzt – für die Ästhetik der elektronischen Bücher?

Jan Krutisch, Softwareentwickler aus Leidenschaft, begeisterter eBook-Konsument und eBook-Reader-Leichen-Sammler, möchte in seiner Session Leapfrogging the eBook anhand einiger Beispiele und Ideen eine Diskussion darüber entfachen, wie wir die digitale Welt für vollkommen neue Formen von Texten nutzen können, was daran spannend ist und warum wir uns bislang so schwer damit tun. Davon ausgehend, dass sowohl das EPUB-Format als auch die Kindle-Formate bislang vor allem dazu verwendet werden, eine endliche Menge Text mit Anfang und Ende in einen Digitalen Einband zu verpacken und dem ganzen einen festen Preis zu geben, wirft er die Frage auf, ob dieser Ansatz eigentlich sinnvoll ist und den Möglichkeiten der digitalen Welt gerecht wird.

Maike Prehn ist seit 2011 als Managerin E-Book beim Digitalvertrieb Kontor New Media tätig. Ihr Beitrag Eine unendliche Geschichte? Piraterie im Netz soll das Thema der Piraterie und Internettauschbörsen kontrovers beleuchten. Eine der Fragen, die sie stellt, ist, wie die Buchbranche mit Piraterie produktiv umgehen kann und sollte. Im Rahmen des Beitrags soll u.a. exemplarisch gezeigt werden, wie überprüft wird, ob das eigene Verlagsprogramm auf Tauschbörsen verfügbar ist. Ziel der Session ist es letztlich, eigene Strategien für den Umgang mit Raubkopien entwickeln zu können.

Sarah Mirschinka ist seit Mai 2012 zuständig für Marketing und Vertrieb bei dotbooks, einem 2012 von Beate Kuckertz gegründeten Verlag für eBooks und printBooks mit Sitz in München, der populäre Unterhaltung aller Genres publiziert. Unter dem Thema dotbooks – ein Verlag stellt sich der digitalen Herausforderung und macht das eBook zum zentralen Geschäftsmodell. Ein Bericht aus der Praxis werden die Herausforderungen von Digital First, Social Reading, Pricing und DRM thematisiert. Die Session widmet sich dem Thema der Qualitätssicherung und zeigt auf, warum wir auch im Digitalen doch noch Verlage brauchen und die Qualitäten des Old-School-Publishing eindeutig vom Selfpublishing differenziert werden sollten.

Vedat Demirdöven, Projektleiter IT und damit von Beginn an federführend bei der Einführung von E-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch, wird zusammen mit Steffen Meier, Leiter des Bereichs Online im Ulmer Verlag und AKEP-Sprecher, unter dem Motto Quo vadis, E-Book? kurz die Marktsituation des E-Books in Deutschland vorstellen. Im Weiteren beleuchten die beiden die Entwicklung der Produktform, wobei sie die verschiedenen Zielgruppen, das Thema Selfpublishing und die Rückkehr des Fortsetzungsromans streifen. Angereichert wird das Ganze mit vielen Beispielen für das Aussehen und die Funktionalität, immer mit der Frage im Hinterkopf: Müssen E-Books aussehen wie das Printprodukt?

Als E-Experte und Dozent ist Tobias Wißmann am mediacampus in Frankfurt tätig. Er wird in seiner Session E-Books im stationären Buchhandel – angeregt von der scheinbar einhelligen Meinung »E-Books haben im Buchhandel nichts verloren.« – provokativ fragen, ob der Buchhandel etwa ideenlos und ängstlich sei. Eine Antwort zu finden, stellt er sich nicht einfach vor, möchte aber auf dem Weg dorthin verschiedene Möglichkeiten für die Kombination von stationärem Buchhandel mit dem E-Book vorstellen. Tobias Wißmann erkennt für den Buchhändler als erstem Ansprechpartner für den Endkunden eine ideale Ausgangsposition, um im E-Book-Geschäft mitzuhalten und freut sich auf die Meinungen der Sessionteilnehmer.

Das war das eBookCamp 2012. Wir freuen uns auf 2013!


4 Kommentare on “2012”

  1. […] Wer die Beiträge nachlesen will, findet die Links dorthin ab sofort auf der Seite Stimmen. […]

  2. […] Allen fleißigen Schreibern noch einmal ein großes Dankeschön! Eine Liste der Beiträge gibt es auf der Seite Stimmen. […]

  3. […] warum es an diesem oder jenem Wochenende nicht optimal wäre. Aber nachdem sich bereits 2011 und 2012 jeweils das erste Novemberwochenende bewährte, haben wir uns abermals für dieses entschieden. Und […]


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