Sessionbericht: Digitalliteratur anders gedacht

Ihr wollt wissen, was in den Sessions passiert ist, die ihr beim eBookCamp 2015 verpasst habt? Oder habt gleich das ganze Camp verpasst? Lest einfach hier nach! Wir veröffentlichen nach und nach die Eindrücke unserer Sessionpaten.

Tina Giesler: Digitalliteratur anders gedacht. Ein Experiment

Bericht von Nicole Boske

Dembelo – Ein literarisches Experiment

Tina Giesler beim eBookCamp 2015

Tina Giesler (c) eBookCamp

Als Digital-Herstellerin realisiert Tina Giesler E-Books. Ihr literarisches digitales Experiment nimmt den Ursprung in ihrer eigenen Vorstellung vom digitalen Leseverhalten sowie digitaler Literatur, die über das schlichte Konvertieren von Text hinausgeht. Ihre Idee beinhaltet eine Neuorganisation des Lesens und des Schreibens, womit nicht nur Vielleser angesprochen werden sollen, sondern auch jene, die eher wenig lesen. Zudem erleichtert Dembelo das Finden neuen Lesestoffs.

  1. Der Antishop

Dembelo funktioniert zukünftig über eine webbasierte, kostenfreie, literarische Plattform namens „waszulesen.de“. Finanziert wird diese u.a. durch Werbung. Auf der Website kann der User aus acht Themenfeldern (geordnet nach Genre, Fandoms und mehr) sein Interessengebiet wählen. Das Besondere dabei ist, dass ihm nach seiner Entscheidung nicht, wie in Online-Shops, zahlreiche Texte samt Cover, Titel oder Inhaltszusammenfassungen angeboten werden, sondern dass der User direkt zum „Loslesen“ gezwungen wird. Der User wird zum Leser, indem er sofort in einem Text landet.

  1. Lese-Zapping

Nach Giesler definiert sich das digitale Lesen über das Lesen von Kurztexten. Daher werden die auf Dembelo angebotenen Texte den Umfang „eines längeren Blogeintrags“ nicht überschreiten. Somit werden Leseerlebnisse von 5-10 Minuten geschaffen – perfekt für ein Lesen zwischendurch. Die Idee dahinter ist, dass die User sich für Dembelo anstatt wattsapp usw. entscheiden, wenn sie zum Beispiel auf den Bus warten. Belohnt werden sie mit dem Erfolgserlebnis, etwas gelesen zu haben. Um ein Lese-Zapping und damit ein Springen von Text zu Text zu ermöglichen, bedarf es einer kritischen Masse an Texten. Diese wird in der Betaphase des Experiments erreicht, indem nur ein Themenfeld der möglichen acht bedient wird (Steampunk).

  1. Vorfinanzierung

Auch die Rolle des Autors verändert sich insofern, dass er zum Textproduzenten auf Nachfrage wird. Am Ende eines jeden Kurztextes kann der User sich entscheiden, ob ihm dieser gefällt oder er in den nächsten Text springen möchte. Gefällt er ihm, kann er aus zwei Optionen wählen, wie der Text fortgeführt werden soll und entscheidet sich damit. den Autor und seinen Text zu finanzieren. Hier wird das Crowdfunding-Prinzip des Vorfinanzierens über Spenden aufgegriffen. Um die Hemmschwelle für den User so gering wie möglich zu halten, liegt der Finanzierungsbetrag bei einem festen Cent-Betrag. Ein Gelingen der Vorfinanzierung setzt jedoch auch eine große Fanbase und Nutzergruppe von Dembelo voraus.

  1. Details

Dembelo ist eine Open-Source-Software zur Textproduktion. Es handelt sich um vernetztes Lesen mit Open Content, somit können die eingestellten Texte frei verlinkt werden. Giesler wies deutlich darauf hin, dass der User eben nicht für den Text zahlt, den er liest, sondern für die eingebaute Entscheidungsmöglichkeit am Ende eines jeden Kurztextes. Eine Fanbase für das Projekt wird über waszulesen.de und mithilfe von „Hype“-Marketing kreiert (ein Hype um diese neue Art zu lesen wie auch um einzelne Texte soll ausgelöst werden – dabei spielt der User als Mitentscheider eine wichtige Rolle). Die Betaphase beginnt mit 60-70 Texten am 14. Dezember 2015.

  1. Mach mit bei Dembelo!

Tina Giesler möchte mit Dembelo ihre Vorstellung von Literatur umsetzen und versteht ihr Projekt als „Experiment“ und nicht als wirtschaftliches Unternehmen. In diesem Sinne freut sie sich über Kritik und Ideen, die im Forum www.dembelo.de eingebracht werden können, sowie über Techniker, die sich im Open-Source-Bereich auskennen und Lust darauf haben, sich an Dembelo zu beteiligen.


Sessionbericht: Disrupt eBookCamp

Ihr wollt wissen, was in den Sessions passiert ist, die ihr beim eBookCamp 2015 verpasst habt? Oder habt gleich das ganze Camp verpasst? Lest einfach hier nach! Wir veröffentlichen nach und nach die Eindrücke unserer Sessionpaten.

eBookCamp-Team: Disrupt eBookCamp

Sessionbericht von Luise Schitteck

Los ging es mit einer kurzen Vorstellungsrunde der über einem Dutzend Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die dabei auch direkt äußern konnten, was sie am eBookCamp schätzen und was sie vermissen.

Auf der Haben-Seite fanden sich

  • Offenheit
    … einerseits der Veranstaltung für alle Interessenten und Interessentinnen
    … der Anwesenden untereinander
  • Netzwerkarbeit (erweitern, vertiefen, festigen, …)
  • Augenhöhe ( keine hierarchischen Strukturen, offener Austausch, „Jeder darf mal“ (eine Session einreichen, (gefühlt dumme oder tiefgehende) Fragen fragen, Wünsche undoder Kritik äußern,  was sagen, nichts sagen)
  • breites Themen-Spektrum
  • erschwinglich auch für knappe Budgets

Auf der Soll-Seite

  • die Suppe wurde ohne Brot serviert und es war nicht allen klar, dass man die Bambus-Suppenteller hätte mitessen können (und dass es deswegen ganz und gar unbedenklich war, dass sie sich während des Essens ein wenig aufgelöst haben).

Nach einer kurzen Einführung, in der es auch darum ging, wie anstrengend die Vorbereitungen für das eBookCamp für die ehrenamtlichen Organisatoren sind, gab Ute einen kurzen Überblick darüber, was sich in der Orga derartiger Events (allgemein) verändert hat. Darüber, dass vieles leichter geworden ist durch neue Tools, die die Vorbereitung unterstützen, und dass durch die sinkenden Schwellen die Veranstaltungen stärker ausdifferenziert sind. Dazu kommen neue Hybrid-Formate wie Periscope-Parties.

Carsten arbeitete sich dann durch eine kurze Wettberwerbs-Analyse vor zu der Frage „Wo steht das eBookCamp?“ im Vergleich zu anderen Branchenevents.

Im Vergleich mit Buchmessen, der AKEP-Jahrestagung, Pub’n’Pub, orbanism und der future!publish, braucht es da das eBookCamp? Die Beantwortung der Frage wurde dann ans Plenum gegeben und ein wenig nach hinten verschoben.

Andrea stellte weitere Fragen in den Raum. Wie lang kann ein Format wie das eBookCamp unverändert bestehen? Muss es verändert werden, soll es verändert werden? Oder gilt es gar, das geflügelte Wort zu beachten, „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“?

Felix eröffnete an diesem Punkt die „offizielle“ Diskussion, indem er sich direkt an Matthias Voigt von der Agentur Literaturtest wandte, der Veranstalter der future!publish ist. Matthias sieht genügend Platz für das eBookCamp und die future!publish.
Nicht zuletzt habe die future!publish einen kommerziellen Hintergrund und wende sich eher an die Geschäftsführer-und Vertriebsebene. Es gebe Möglichkeiten zur Kooperation beider Events, wie es auch dieses Jahr schon praktiziert wurde: Unter den Sponsoren-Ticket-Käufern und-Käuferinnen des eBookCamp wurde ein Ticket für die future!publish verlost.
Zusätzlich sei das unter anderem vom BOEV Berlin-Brandenburg initiierte Event nicht ausschl. auf Digitales fokussiert, sondern widme sich auch analogen Themen, Verlagsprozessen, Agilität etc.

Michael Schneider ging dann auf die Unterschiede zu Branchenveranstaltungen wie der AKEP-Jahrestagung/den Buchtagen ein. Das eBookCamp decke eine Nische ab, weil es aus Eigeninitiative und ehrenamtlich veranstaltet werde. Diese Voraussetzung führte zu einem kollaborativen und partizipativen Charakter, der in der Verbandsarbeit manchmal schwerer falle.
Grundsätzlich könne man von Veranstaltungen wie dem eBookCamp, dessen Adaption in München ein Erfolg sei, einiges lernen.

Das Team des eBookCamp diskutiert, wie es mit dem Format weitergehen soll.

Das Team des eBookCamp diskutiert, wie es mit dem Format weitergehen soll.
(c) Kai Mühleck

Darauf stellte das eBook-Camp-Team die Frage, ob das eBookCamp größer, vielleicht auch kommerzieller werden muss.

Aus der Gruppe kamen dazu verschiedene Rückmeldungen, die aber alle den Tenor hatten, dass eine Vergrößerung nicht gewünscht ist:

  • Die Kommunikation ist bei einer kleineren Veranstaltung direkter, das gesamte Gefüge agiler
  • Eine Vergrößerung würde zu einer Art „eBook re:publica“ führen
  • Größer = anonymer
  • Statt „größer“ lieber noch kollaborativer, praktischer, „hands-on“

Vom Team kam Frage, ob es eine Möglichkeit sein könnte, Projekte mit Vorlauf zu starten und dann beim eBookCamp auszuwerten. Die Rückmeldung hierauf war eher verhalten, stattdessen kam die Gegenfrage, ob dem Team ganz konkret Unterstützung fehle.
Offensichtlich (und sehr nachvollziehbar) stellt es einen großen Kraftakt dar, das eBookCamp neben Job und Familie ehrenamtlich auszurichten. Hilfe in jedweder Form ist immer erwünscht und das Team freut sich über Angebote.
Die Diskussion war herrlich konstruktiv und erbrachte Folgendes:

  • Die hohe Attraktivität für „Einsteiger“ wird erhalten, indem das Themenspektrum breit gehalten wird
  • Teilnehmer und Teilnehmerinnen schätzen das hohe Niveau der Diskussionen und Begegnungen, das dank der großen Beteiligung „operativer Contentarbeiter“ (Wisst Ihr, was ich meine?) zustande kommt
  • Vielleicht kann man vor-oder nachgeschaltet ein „Toolcamp“ anbieten, indem Workshops zu bestimmten Themen stattfinden (Lieblingsbildbearbeitung zeigen, EPUB erstellen, o.ä.)
  • Einen der Slots in Zusammenarbeit mit einer Hochschule füllen, um Forschungsprojekte einzubringen und zeitgleich den Studierenden Input aus der Praxis zu geben
  • Die Erweiterung von 9 auf 12 Slots wurde von der Mehrheit positiv bewertet.
  • Es wurde mehrfach der Wunsch geäußert, wenigstens einen „klassischen“ Barcamp-Slot anzubieten, bei dem erst bei der Veranstaltung Sessions vorgestellt werden und Teilnehmer und Teilnehmerinnen abstimmen, welche Session stattfinden soll.
  • Die Themen des eBookCamp wachsen mit den Themen der Branche

Wir waren uns in jedem Fall alle einig, dass das eBookCamp sich nicht tot gelaufen hat und dass wir es behalten wollen. So!

Um dem Team unter die Arme zu greifen, ist jede Form der Hilfe willkommen, Vorschläge gern per eMail. Auch gern genommen sind Ideen, welche Themen gerade besonders spannend sind, womit man sich befassen könnte/sollte.
Da sind wir alle gefragt.

Der Sessionbericht ist zuerst auf Luises Blog e-luise.de erschienen.


Sessionbericht: „PROJEKT MARILLE“ – Tracking in eBooks, ein Werkstattbericht

Ihr wollt wissen, was in den Sessions passiert ist, die ihr beim eBookCamp 2015 verpasst habt? Oder habt gleich das ganze Camp verpasst? Lest einfach hier nach! Wir veröffentlichen nach und nach die Eindrücke unserer Sessionpaten.

Kornelia Holzhausen, Susanne H. Schmitz: „PROJEKT MARILLE“ – Tracking in eBooks, ein Werkstattbericht

Bericht von Vedat Demirdöven

Kornelia und Susanne H. Schmitz

Kornelia Holzhausen (rechts) und Susanne H. Schmitz

Susanne Schmitz und Kornelia Holzhausen vom Piper Verlag präsentieren ihren „Werkstattbericht“ gleich in ihre ersten Session, im vollbesetzten Edel-Raum des Beta-Haus, das Gastgeber des 5. Jubiläums-Camp war.

Amazon, Apple, Google und Co. sammeln immense Datenmengen über Kunden, über deren Verhalten deren ihre Freunde, Vorlieben. Sie basteln daraus ihre Analysen, ziehen Rückschlüsse, schaffen neue Trends und betreiben gezielt Marketing. Verlage hingegen müssen sich auf ihr Bauchgefühl verlassen. Das läuft seit vielen Jahren sehr gut., aber dennoch fühlt es sich zuweilen ein wenig so an, als würde man sich mit einer kleinen LED-Taschenlampe durch den stockdunklen Wald bewegen. Wahrsager müsste man sein!

Piper versucht mit seinem aktuellem Trackingprojekt Marille, Licht ins Dunkle zu bringen, und bedient sich dabei der Technologie der englischen Firma Jellybooks, die den Verlagen selbst das Tracking von Leseverhalten ermöglicht, bereits Anfang 2015 wurde mit Random House UK ein erster Pilot durchgeführt und nun, seit dem 12.10.2015, also seit nicht mal 4 Wochen ist Piper mit den ersten eigenen Titeln am Start.

Wie es funktioniert und welche Einschränkungen das Projekt mit sich bringt zeigt die folgende Grafik

Jellybooks
Jellybooks
  • Zunächst müssen die Geräte ePub 3-fährig sein
  • Ein eingebettete Javascript-Software trackt (offline) das Leseverhalten und
  • Durch Anklicken eines Buttons am Ende eines jeden Kapitels durch den Leser, werden die Daten mit Jellybooks synchronisiert.

Der Jellybook-Pilot wurde bei Piper so aufgesetzt, dass es dem Vorab- oder Leseexemplar ähnlich ist und führt zunächst eine quantitative Auswertung durch und in einem zweiten Schritt erfolgt die qualitative Auswertung über einen Fragebogen.

Aber zunächst musste man in Arbeitsgruppen erst einmal Fragen erarbeiten, auf die der Verlkag Antworten aus dem Tracking gewinnen möchte.

Möglich Fragen die ein solches Leser-Tracking beantworten kann sind zum Beispiel:

  • Bleibt ein Titel Spitzentitel und bekommt maximales Marketing (Pre-screening)? Oder überzeugt ein anderer mehr?
  • Können wir durch das Sammeln von weiteren demographischen Daten unser Marketing etc. optimieren?
  • Gibt es Rückschlüsse für Autoren in Sachen Inhalt? Ist dies hilfreich? Oder führt das zum programmierten Bestseller?
  • Spricht das Cover meine Zielgruppe an?
  • Hat der Inhalt überzeugt? Der erste Teil wurde gut verkauft, aber haben die Leute wirklich gelesen? Hat der Autor eine loyale Leserschaft?
  • Können Leserdaten ein KPI (key performance indicator) sein, wenn Lizenzen gekauft oder verkauft werden?
  • Möchte man Endkundenadressen oder Buchhändlermeinungen erfassen?
  • etc

Was kann gemessen werden?

  • Qualitativ: Beim einzelnen Leser z.B. „Wann hört er auf zu lesen?“ oder „Wann fängt er an zu überblättern?“
  • Quantitativ: Leser gesamt, z.B. Geschlecht, Alter, wie viele Leser lesen zu Ende (prozentual gut/schlecht)?
  • Gibt es inhaltliche Hürden, die zum Abbruch führen? …
  • Das Pre-screening kann als Entscheidungshilfe für „Einschätzungen“ dienen (fürs Lektorat, Marketing, Lizenzabteilung…)

Das kleine FAQ des PIPER – Marille-Tracking Projekts:

  • Also absolut spannend, mit Tracking – bekommen Autoren Feedback, bspw wo der Leser abbricht
  • Mit dem Tracking durch Jellybooks kann Piper auch neue Autoren testen. In der Testphase laufen allerdings zunächst Titel bereitsetablierter Autoren
  • InBook-Marketing – Tracking kann auch Conversion im Buch messen, also ob der leser zu empfohlen Bücher konvertiert

Es ist kein Projekt von „Spinnern“, ein überzeugender Werkstattbericht, der von den Anwesenden sofort mit dem Wunsch hinterlegt wurde, dass Susanne Schmitz und Kornelia Holzhausen beim nächsten eBookCamp von den Ergebnissen berichten möchten und es wurden spontan vom den Teilnehmern weitere Beispiel eingebracht für andere denkbare Anwendungsfälle, die sich durch die technischen Möglichkeiten von Jellybooks ergeben und Verlagen zukünftig Antworten liefern können.

Es ist ein Projektprojekt, – es geht in die richtige Richtung – weg von der „Datenhoheit & -Abhängig“ der Datenkrallen, hin zu Dinge-selbst-in-die-Hand-nehmen-und-verstehen …  

Der Sessionbericht ist zuerst auf Vedat Demirdövens Blog erschienen.


Das eBookCamp 2015 ist vorbei. Der Dank ist groß

eBookCamp 2015Das fünfte eBookCamp 2015 ist vorbei. Viel zu schnell ging der Tag herum. Aber reich war er, der Tag:

Reich an großartigen Teilnehmern! Und damit möchten wir unseren ersten Dank loswerden: Ihr habt wieder eine ganz großartige Atmosphäre ins betahaus getragen. Und ihr seid es auch, die die Stimmung so reichhaltig nach außen getragen habt! Wie war das noch gleich? #ebookCamp auf Platz vier der Twitter Trending Topics?

Reich war der Tag auch an tollen Inhalten. Die haben wir den Sessionleitern unserer zwölf Sessions zu verdanken: Marcel Knöchelmann, Martina Steinröder, Jakob Jochmann, Steffen Meier, Karla Paul, Laura Sonnefeld, Nadja Mortensen, Christian Gogic, Mara Giese, Iris Kirberg, Andrea Kock, Kornelia Holzhausen, Susanne H. Schmitz, Tina Giesler, Karl von Wendt, Sabine Landes, Caspar Armster und Anna Karina Birkenstock. Die Köpfe haben in den Sessions geraucht – wir haben es gesehen. Angenehm angeregt kamen die Teilnehmer aus den Sessions heraus.

Reich war das diesjährige eBookCamp auch an Sponsoren. Wir danken edel, dem AKEP, Murmann, Bastei Lübbe, Carlsen, readbox und BoD, die uns neben dem Ablauf in gewohnter Manier das eine oder andere Special zum Fünfjährigen ermöglicht haben! Zu den Sponsoren gehörten in diesem Jahr auch die Käufer der Sponsor-Tickets, u. a. Michaela Philippen, Vedat Demirdöven, Thorsten Barré und Heinzi Gosch – vielen Dank an Euch!

Reich beschenken mit Texten werden uns die zwölf Sessionpaten. Wir freuen uns schon darauf, Eure Berichte aus den Sessions hier demnächst veröffentlichen zu können, damit alle auch von den Sessions, bei denen sie nicht dabei waren, profitieren können.

Reich besetzt war der Tresen des betahauses mit den tollen Hosts. Euch danken wir für den reibungslosen Ablauf von früh bis spät. Überhaupt ein großes Dankeschön an das betahaus, insbesondere an Lars, Tina und Anne, dafür, dass wir das fünfte eBookCamp so entspannt mit euch planen und vorbereiten konnten.

Reich war der Tag an disruptivem Input. Für die thematische, inspirierende Einstimmung auf den Tag danken wir Marcel Knöchelmann.

Reich an wohlklingenden Beats und beweglichen Bildern war die Performance von wallpo.st – an dieser Stelle ein herzlicher Dank an Jan Krutisch und Benjamin Rabe

Reich war das Getränkeangebot im Kulturhaus III&70. Danke, dass wir gemeinsam mit euch Jubiläum feiern durften! Euch herzlichen Glückwunsch zum Zweijährigen. Und: 90’s electrified us!

Reich an unkomplizierter Zusammenarbeit waren die Vorbereitungen, zum Beispiel mit mikkels, dem Bonscheladen, elbgold, Gut Gedruckt, Stullenbauer, Chris Campe, dem Junius Verlag, der future!publish, …

Reich war der Tag an Zukunftsprognosen – ganz individuellen. Dafür danken wir der Kartenlegerin Kristine Lorenz, die auch zur Zukunft des eBookCamps eine Vorhersage parat hatte.

Stay electrified!

Euer Team des

eBookCamp 2015


Die Sessions 2015 – Marcel Knöchelmann über Business Model Engineering, Disruptive Innovation, Change Management

Welche Themen erwarten euch dieses Jahr beim eBookCamp? Sessions und Sessionleiter stellen wir sukzessive hier im Blog vor.

Business Model Engineering, Disruptive Innovation, Change Management: Vom Buzzword zum praktischen Ansatz

Disruption bedeutet Wandel, stetiger Neuanfang, Loslösen von Gewohntem. Plötzlich steht das halbe Unternehmen vor größter Ungewissheit. Start-ups wie auch Wissenschaftler haben zahlreiche Modelle entwickelt, die Innovationsmanagement und Business Development strukturieren. Modelle, die Beteiligten eine gemeinsame Sprache geben und Ideen auf das fokussieren, das für eine gute Entwicklung wichtig ist. Sind es Start-up-Tools? Nein, denn nutzen kann sie jeder. In Zeiten der Disruption helfen sie, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und so Effizienz zu schaffen.

In der Session wird es einen Überblick über einige Modelle geben und sodann die Aufgabe, Ideen zu Geschäftsmodellen auszubauen und beim Machen zu lernen, worauf es ankommt. Eine Spurensuche für angehende Intrapreneure.

Marcel Knöchelmann

Marcel Knöchelmann © Privat

Marcel Knöchelmann studiert am University College London und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Academic Book of the Future Project. Zuvor hat er Verlagswirtschaft studiert und in Praktika, Start-up-Projekten und Seminaren an neuen Geschäftsmodellen gearbeitet. Er ist Mitglied im Start-up-Netzwerk und schreibt auf LePublikateur.de über Open Access, Innovation und Strategien der Medienbranche.


Die Sessions 2015 – Karl von Wendt mit der Frage: Gedruckt? Digital? Warum nicht beides?

Welche Themen erwarten euch dieses Jahr beim eBookCamp? Sessions und Sessionleiter stellen wir sukzessive hier im Blog vor.

Gedruckt? Digital? Warum nicht beides?

Leser müssen sich heute entscheiden, ob sie ein Buch gedruckt oder digital kaufen. Warum eigentlich? Karl von Wendt möchte gern diskutieren, wie man gedrucktes Buch und E-Book besser miteinander verknüpfen kann. Denn die Marktforschung zeigt, dass viele Leser am liebsten beides wollen. Und auch aus Sicht von Verlagen und Buchhändlern bietet die Kombination große Vorteile. Ansätze dafür gibt es genug: Von „Augmented Reading“ über „E-Book Inside“  und den Ansatz des kanadischen Start-ups Bitlit bis zu „Papego“, einer neuen App, die Karl von Wendt zurzeit in einem eigenen Start-up entwickelt und die bis zum eBookCamp in einer Betaversion vorliegen wird. In der Session wird er einige Fakten zur Rechtslage, zum Markt und den Kundenwünschen präsentieren und die neuste Version der Papego-App vorführen. Doch dies wird keine reine Präsentations-Session: Welche Chancen und Risiken in diesem Ansatz der Verknüpfung zweier gegensätzlicher Welten liegen, möchte Karl von Wendt gern ergebnisoffen mit den Teilnehmern diskutieren und dabei möglichst viele unterschiedliche Sichtweisen kennenlernen.

Dr. Karl-Ludwig von Wendt

Dr. Karl-Ludwig von Wendt © privat

Dr. Karl-Ludwig von Wendt ist mehrfacher Unternehmensgründer und beschäftigt sich als Unternehmer, Berater, Trainer und Vortragsredner mit dem digitalen Umbruch im Handel und in den Medien. Unter dem Pseudonym „Karl Olsberg“ hat er zudem über 20 Thriller und Jugendbücher veröffentlicht, darunter mehrere Bestseller. Dabei veröffentlicht er als „Hybridautor“ sowohl in renommierten Verlagen als auch im Selfpublishing. Seit Frühjahr 2015 entwickelt von Wendt mit einem kleinen Team die Papego-App, die es ermöglicht, gedruckte Bücher durch einfaches Scannen der zuletzt gelesenen Seite auf Smartphones und Tablets mobil weiterzulesen.


Die Sessions 2015 – Steffen Meier mit „E-Book Quo Vadis? Von eNovels bis Flatrate, von Hanser Box bis Serial Box“

Welche Themen erwarten euch dieses Jahr beim eBookCamp? Sessions und Sessionleiter stellen wir sukzessive hier im Blog vor.

Digitales Lesen beim Friseur, Lese-Zeit statt Seitenzahl, Digitale Imprints, die wie Pilze aus dem Boden schießen, Autorennetzwerke, Verlage als Softwareanbieter, Crowdfunding und völlig neue Inhaltsformen, beeinflusst durch die Kombination aus fortschreitender Technik und Inhalt: Die Entwicklung im Bereich digitaler Literatur ist vielleicht nicht mehr so „laut“ wie vor einigen Jahren – aber stetig.

Im Rahmen der Session gibt Steffen Meier einen Überblick über den Stand der Dinge des elektronischen Publizierens in der Buchbranche und aktuelle Entwicklungen. In der anschließenden Diskussion soll es darum gehen, welche Trends nur solche sind – aber wo sich auch fundamentale Änderungen abzeichnen.

Steffen Meier © privat

Steffen Meier © privat

Steffen Meier: Ausbildung zum Verlagsbuchhändler bei den Ernst Klett Verlagen, Studium der Geschichtswissenschaft in Stuttgart. Danach Chefredakteur einer Stadtzeitung, freier Journalist, tätig in diversen Werbeagenturen und Systemhäusern. Über diverse hausinterne Stationen im Stuttgarter Fachverlag Eugen Ulmer seit der Jahrtausendwende Aufbau und Leitung des Verlagsbereichs Online. Schwerpunkte waren dabei neue digitale Geschäftsfelder, E-Publishing, E-Books, Mobile und Apps sowie Digitales Marketing und SocialMedia. Seit 2014 Leitung Produktinnovation und -Marketing bei readbox Publishing, einem Softwareanbieter für die Medienbranche.

Daneben ist Steffen innerhalb des AKEP (Arbeitskreis elektronisches Publizieren) des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels aktiv.

Zur Übersicht aller Sessions auf dem eBookCamp 2015 in Hamburg >